Ein Beitrag von Nadia

November 2019

Den Mutigen gehört die Zukunft!

-nadia-

Ich war tief beeindruckt – aber nicht sonderlich erstaunt. Daria hat Drive. Sie weiss, was sie will. Und was nicht. Als Ruggero mir erzählte, dass sie die Lehre abgebrochen habe, freute ich mich für sie. Ich war auch 100% davon überzeugt, dass dies die einzig richtige Entscheidung sei. Und dass sie gut daran getan hat, etwas aufzugeben, das sie persönlich einengt.

Ein Hoch auf den Mut zur Weiterentwicklung! Es gibt Unzählige, die sich hier ein Beispiel nehmen können. Daria ist knapp 18 Jahre alt. Viele schaffen es noch nicht mal mit 50 aus ihrem Trott auszubrechen. Auch wenn sie es sich schon seit gefühlt 100 Jahren überlegen.

Den Mutigen gehört die Zukunft. What are you waiting for? Los. Do it.

Es ist kein einfacher Schritt. Ganz sicher nicht. Aber nur aus Bequemlichkeit irgendwo zu verharren, ist schlicht - sorry, but – Sch…..o chli blöd, nöd?

Das Leben ist viel zu kurz, um noimens zu sein, wo man nicht sein will. Wie oft quält man sich zur Arbeit, wärmt dort den Stuhl und hofft, dass es schon bald Zeit ist, um gehen zu können und denkt sich Ausreden aus, um früher Feierabend machen zu können: “Ja weisch, ich ha ebe no en Arzttermin.” … Diagnose: Bore out. Ist das neue Burn out.

Love it – Change it – Leave it.

Ich kann mir vorstellen, dass es alles andere als einfach ist, in einem stark strukturierten Unternehmen zu arbeiten, vor allem, wenn man einen Papi hat, der so – the other way around – denkt und die flexible Arbeitswelt derart prägt. Der lebt, was er predigt und zukunftsorientiert handelt. 

Ich nehme mal an, viele Eltern hätten Daria an Ruggeros Stelle dazu ermuntert, doch no “äs bizli zbisse”. Und wenigstens den Abschluss zu machen. “Weisch, dänn häsch wenigschtens öppis im Sack. En Abschluss. Und nacher chasch immer no öppis anders mache.”

Ruggeros Worte waren das ganz sicher nicht. Er hat sich in seine Tochter hineinversetzt. Hineingefühlt und empathisch verstanden, dass diese verbleibenden knapp zwei Jahre bis zu dem Abschluss schlicht und einfach “a waste of time” sind. “Was sind schon zwei Jahre?” mögen einige vielleicht behaupten. Das mit der Relativität haben jene i demfall nonig ganz verstanden: Setzt euch mal zwei Minuten auf einen heissen Ofen. “Sind ja nur zwei Minuten.”

-daria-

How’ve you bin? Mit genau dieser Frage startete mein Entscheid, dass ich meine Lehre nicht mehr bis zum Abschluss weiterführen werde. Ohne ein Papier, dafür mit unglaublich vielen Erfahrungen, habe ich also meine Lehre in der Hälfte abgebrochen. Viele meinten, ich habe 2 Jahre vergeudet, ein Zwischenjahr sei sowieso nur verlorene Zeit, es sei doch schneller so und so, mach sofort einen Abschluss….etc. Nun ja, das mag alles stimmen, jedoch ist für mich genau das Papier viel weniger wert, als der an Erfahrungen prall gefüllte Rucksack, welchen ich stets mit mir herumtragen werde.

Deshalb habe ich mich auch dazu entschieden mein bevorstehendes Zwischenjahr so abwechslungsreich und lehrreich wie möglich auszuschmücken, bevor ich dann meine neue Ausbildung starten werde. Momentan habe ich die Möglichkeit crativ zu begleiten, bei Workshops mitzuhelfen und an Projekten zu arbeiten, bei welchen ich schon eine ganze Menge gelernt habe. Im neuen Jahr werde ich mich den Sprachen widmen und aus meiner Komfortzone herausgehen. Zuerst steht ein Praktikum in Lausanne in einer Agentur an, Französisch in Kombination mit Design, superbien nicht? Und s’ Schüümli ufem Pflüümli, Kanada, ein Englischaufenthalt im Bikermekka Whistler und in Vancouver. Also wenn das nicht nach Erfahrungen schreit, weiss ich auch nicht…

-nadia-

Ich finde, es sollte mehr von Darias Sorte geben. 

Und wenn ihr an das Gute im Leben glaubt, dann wird euch das auch zustossen. Natürlich nicht, indem ihr auf dem heissen Ofen sitzen bleibt. Bizzli Eigeninitiative brauchts schon.

Unsere Leidenschaft ist es, Menschen anzuregen sich im Team mit der «How’ve you bin» Frage auseinanderzusetzen und auszubrechen aus dem same same Hamsterrad. Dinge anders anzupacken – halt the other way around – und den eigenen Alltag mitzugestalten.

 

In diesem Sinne

Just give it a try

Nadia & Daria


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