Ein Beitrag von Nadia

Februar 2020

DESIGN YOUR FUTURE.

Wenn Menschen sich die Zeit nehmen um zu reflektieren und dann feststellen, dass sie eigetli gar nicht so glücklich sind, wie sie immer behaupten… Dass sie in ihrer ganzen “Versklavtheit” einfach rotiert und sich gar nicht überlegt haben, ob der Ort, wo sie sich jeden Tag hinschleiken wirklich der Ort ist, wo sie sein wollen… oder ob es nicht doch mal Zeit wäre für eine Veränderung?

Das Thema hatten wir erst kürzlich. Trotzdem: Es ist ganz egal, ob man noch in der Lehre steckt, bereits 10 wertvolle Jahre Erfahrung in einem Bereich hat oder gar ja eh scho bald pensioniert wird. Irgendwie ist das Leben echt zu kurz um einfach vor sich hin zu tümpeln und irgendöppis umez’chnüschtle, das einen gar nicht erfüllt. Und höchstens das Konto bereichert.

Daria hats vorgemacht. Sie hat die Lehre geschmissen. Und freut sich jetzt auf etwas Neues. Ruggero hat nach unzähligen Jahren den mutigen Schritt in die Selbständigkeit gewagt und kommt fast nicht zum Verschnuufe, so gut läufts.

Kürzlich sassen wir im Sphères in Zürich. Wir wollten uns dort eigentlich zum Kaffee treffen und arbeiten, als Ruggero uns vorschickte um schon mal den Kaffee zu bestellen und dann bei den Bücherregalen verschwand. Kurz darauf kam er mit einem Buch unter dem Arm zurück: “DESIGN YOUR FUTURE PLAYBOOK”.

Er erzählte uns von einer jungen Frau, die sich jetzt grade am “neu Orientieren” sei. Er wolle ihr dieses Buch schenken. Als Inspiration. «Dieses Buch zeigt auf der Grundlage von positiver Psychologie und Design Thinking, wie es gelingen kann, den eigenen Weg mutig zu beschreiten.» so die Beschreibung von Prof. Antoinette Weibel, Universität St. Gallen. Das Buch solle dabei helfen, Veränderungen anzustossen, Selbstwirksamkeit zu stärken und Wohlbefinden zu steigern. Ich war fasziniert. Und fand es eine tolle Geschenkidee.

Etwa einen Monat später, musste ich wieder an dieses Buch denken:

Nachdem Matilda endlich den Mut gefunden hatte, ihre langjährige Stelle zu kündigen um offen zu sein für etwas Neues… ist sie in ein tiefes Loch gefallen. Mich hat es fast zerrissen, als ich mit ansehen musste, wie fest sie litt.

Der graue, kalte November war nicht grade förderlich. Es tat mir weh, zu sehen, wie verzweifelt sie war, wie sie nicht fähig war, die gewonnene Zeit zu schätzen und sich neu zu erfinden. Sich statt dessen immer mehr in ihre Höhle verzog und alles schwarz malte. Ich besorgte das DESIGN YOUR FUTURE PLAYBOOK und machte mich schlau. Las mich durch und zwang Matilda, sich mit sich selber auseinander zu setzen. Mit ihren Wünschen. Mit ihrer Berufs- und Karriereplanung. Mit dem Erstellen der To Do’s, Next Steps und dem Skizzieren ihrer Visionen. “Wo siehst du dich in 10 Jahren?” und was sind die Schritte, die du einleiten musst. Es war bereichernd, zu sehen, wie ihre Lebensgeister und ihre Lebenslust wieder zu ihr zurückkehrten. Wie sie wieder Lust hatte, Dinge anzupacken und optimistisch war. Wieder einen Sinn sah und allmählich wieder aus ihrer Höhle kroch:

“Woni s’Buech becho han, isch s‘erste Gfühl Freud gsi und im zweite Atemzug hani dänkt: Ou, etz mussi ja öpis mache… da ich ja gwüsst han, dass das Buech nochli Kreativität brucht und verlangt dass ich mich mit mir sälber usenandsetz und nöd nur zum Läse isch.

Womer denn aber zäme demit agfange händ so chli über mini Zuekunft philosophiere hätsmer doch no Spass gmacht. Woni dänn für Buenos Aires packt han und das Buech i min Rucksack ta han, bini recht euphorisch und motiviert gsi und hamer vorgstellt, wie ich das dänn deht mit mir umeträge und im Kaffi fürenimm und drin mini Zuekunft plane.

Nachdem ich s‘Hitbox entdeckt han, die viele Glücksgfühl und eifach e gueti Ziit gha ha in Buenos Aires und das den au no schriftlich festghalte ha, bini würkli zueversichtlich gsi und ha dra glaubt, dass sich Möglichkeite eröffnet.” – Gruss Matilda.

Inzwischen ist Matilda drauf und dran, sich ihren Traum zu verwirklichen. Es ist nicht einfach. Aber wenn man das Ziel vor Augen hat und sich kleine Etappen vornimmt, kommt man seinem Ziel immer bizli näher. Dran bleiben. Dran glauben. Und eifach mache! Es chunnt guet.


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